EOS – dezentrale skalierbare Blockchain Infrastruktur für alle

Wenn Daniel Larimer ein Projekt startet, sollten wir als Investoren immer genau hinsehen. Seine letzten Projekte wie Bitshare oder Steem gehören zu den aktuell erfolgreichsten Blockchain-Projekten überhaupt und sind zusammen fast 1,5 Milliarden Dollar wert. In seinem aktuellen Projekt EOS geht er zwei der größten Herausforderungen der aktuellen Blockchain überhaupt an, die Skalierbarkeit und die Nutzbarkeit für große Firmen und mit dem EOS Token können alle an diesem Erfolg teilhaben.

Die Idee von EOS

Wenn eine Firma die Blockchain nutzen will, stößt sie aktuell auf verschiedene Herausforderungen in der Implementierung und der Skalierbarkeit. Aktuell schafft die Bitcoin Blockchain beispielsweise ca. 7 Transaktionen pro Sekunde und Ethereum liegt bei ca. 30 Transaktionen pro Sekunde. Eine der derzeit schnellsten Kryptowährungen ist ripple, das aber mit anderen Problemen zu kämpfen hat, aber immerhin beachtliche 1500 Transaktionen pro Sekunde schafft.

Wenn man jedoch auf den aktuellen Bedarf von größeren Unternehmen sieht, merkt man schnell das die aktuellen Blockchain Implementierungen an ihre Grenze stoßen. PayPal als einer der größten Online-Zahlungsanbieter der Welt schafft derzeit ca. 2400 Transaktionen pro Sekunde und Visa schafft ca. 20.000 Transaktionen pro Sekunde. Wenn wir noch größer denken und beispielsweise auf Facebook sehen, dann werden dort pro Sekunde alleine ca. 52.000 Likes pro Sekunde verteilt.

Mit Sharding, dem Lightening Netzwerk und anderen Ansätzen, versuchen die bestehenden Blockchain-Projekte diese Probleme nachträglich zu beheben. EOS setzt von Anfang an ihren Fokus auf genau dieses Problem und löst eines der wichtigsten Probleme der Skalierung, indem es von Anfang an die verifizierte Kommunikation zwischen Blockchains ermöglicht und Asynchrone parallele Berechnungen ermöglicht. Während also andere Blockchains immer nur eine Transaktion nach der anderen bearbeiten und somit in der Skalierbarkeit stark limitiert sind, erlaubt EOS die parallele Bearbeitung mit Hilfe eines Light-Clients der direkt implementiert ist. Laut eigenen Angaben sind damit theoretisch mehrere Millionen Transaktionen pro Sekunde möglich und das ohne Gebühren.

EOS bietet also eine hochskalierbare Infrastruktur für größere Firmen, die neue Blockchain Projekte und dezentrale Anwendungen wie ein soziales Netzwerk starten wollen.

Dazu entwickelt EOS ein eigenes Betriebssystem, das die wichtigsten Komponenten von dezentralen Anwendungen wie Authentifizierung, Accounts, Datenbanken, Asynchrone Transaktionen und die Verteilung von Anwendungen auf beliebig viele Systeme zur horizontalen und vertikalen Skalierung. Horizontal skalieren bedeutet, das ich zu einer Anwendung die auf einem Server läuft einfach einen zweiten hinzustellen kann und somit mehr Ressourcen zur Verfügung habe. Vertikale Skalierung bedeutet das ich einen Server weiter aufrüsten kann, also mehr Speicher, schnellerer Prozessor und größere Festplatte und die Anwendung kann alle diese Ressourcen maximal auslasten.
EOS kann also wie eine Art Server-Cloud gesehen werden, vergleichbar mit Amazon Webservices.

Jeder kann also verteilte „DAPPS“ genannte Anwendungen schreiben und diese in die EOS Blockchain hochladen und alle EOS Funktionen nutzen. Diese Anwendungen laufen dann später auf vielen Rechnern parallel.

Neben der Skalierbarkeit wurde auch auf andere Funktionen geachtet, die aus vorangegangenen Blockchain Projekten gelernt wurden. Beispielsweise ist kein Hardfork mehr notwendig, da Transaktionen rückgängig gemacht werden können und vieles mehr. Kurz gesagt kann EOS also alles was Ethereum auch kann, nur schneller und in einigen Punkten besser.

Das Potential

Das Potential einer skalierbaren Blockchain Infrastruktur ist sehr hoch. Selbst Kritiker der aktuellen Kryptowährungen sind sich weitestgehend einig das die Blockchain als Konzept bestehen bleibt und in Zukunft viele Bereich des Internets und unseres zusammenlebens maßgeblich beeinflussen kann.

Aktuell sind viele Probleme noch ungelöst und wir stehen immer noch am Anfang dieser Entwicklungen und EOS ist ein vielversprechender Kandidat, ein wichtiger Meilenstein in dieser Entwicklung zu werden. Sie sind hoch finanziert und wenn ihnen die Implementierung und Verbreitung ihres Betriebssystemes gelingt, ist das Potential sehr groß.

Dazu kommt die Besonderheit, das EOS-Token nicht unbegrenzt transferierbar sind, sondern später über eine Art Leasing Modell zur Nutzung bereit gestellt werden. Deshalb ist das Wachstumspotential bis zu dieser Deadline im Juni 2018 sehr hoch.

Für EOS spricht insbesondere das Team, das bereits andere Projekte erfolgreich umsetzen konnte, die sehr hohe Finanzierung und die wichtigen Partner, die das EOS Projekt bereits gewinnen konnte.

Das EOS Team und die Story

Allen voran ist beim Team der Gründer von EOS, Daniel Larimer zu nennen. Er hat bereits erfolgreich andere Großprojekte auf Blockchain Basis gegründet und zu einer Marktkapitalisierung von über 1.5 Milliarden Dollar geführt.

Auch seine Partner wie Brendan Blumer oder Brock Pierce (Vorsitzender der Bitcoin Foundation) sind in der Kryptowelt keine unbekannten und alle drei sind auf der Forbes Liste der reichsten Kryptwährungsbesitzer mit mindestens 350.000.000$ in Kryptos. Wichtiger aber noch als ihr Vermögen ist ihre Erfahrung, von daher ist das Team als positiver Faktor zu bewerten.

Etwas kritisch sehe ich, das auf Github nur ca. 30 aktive Entwickler zum Projekt beitragen und das kaum etwas über die weiteren beteiligten gesagt wird. Es ist lediglich zu finden, dass eine block.one Firma hinter dem ganzen Projekt steckt, welche ihren Hauptsitz auf den Cayman Inseln hat. Um einen Betrug handelt es sich sicher nicht, aber wer sich mit Betriebssystementwicklung auskennt, weiß das es sich um eine Riesen Aufgabe handelt. Alleine an aktuellen verteilten Datenbanken, welche nur einen Teilaspekt den EOS anbieten will darstellen, arbeiten aktuell tausende Entwickler im Open Source Bereich. Andere offene Betriebssysteme wie Linux oder BSD zählen über die Jahrzehnte wohl über eine Millionen verschiedenste Entwickler.

Im Blockchain Bereich haben Leute wie Daniel Larimer aber sicher aus ihren vorangegangenen Projekten eine Menge Erfahrungen gesammelt die sich sicherlich positiv auf die EOS.IO Software auswirken werden. Dies war sicher auch einer der Gründe, das Projekt überhaupt zu starten. Aktuell gibt es auch bereits erste Veröffentlichungen und das Entwickler Team war ihrer Roadmap bisher immer voraus.

Team und Story sind also insoweit trotzdem noch als positiv zu bewerten.

Die EOS.IO Software und die Roadmap

Aktuell ist EOS bereits so weit, dass sie eine weitestgehend funktionierende Version ihrer Software unter einer Open Source Lizenz veröffentlicht haben. Entwickler können also bereits jetzt mit der Entwicklung beginnen und von der Performance und den Funktionen von EOS profitieren.
Das Konzept ist sehr gut und die aktuellen Veröffentlichungen zeigen, das das Team in der Lage ist die Roadmap, soweit vorhanden, einzuhalten. Eine öffentliche Roadmap gibt es jedoch nur sehr vage. In erster Linie wird derzeit mehr Stabilität und Performance angestrebt und die wichtigsten Funktionen sind bereits implementiert.
Ziel ist es, die erste finale Version der Software im Juni 2018 zu veröffentlichen.

Der größte Kritikpunkt am EOS-Projekt

Technisch gesehen bietet EOS eine Infrastruktur, um verteilte Anwendungen in die Blockchain hochzuladen und dort dezentral auf vielen verschiedenen Rechnern auszuführen. Diese verteilten Anwendungen sind sehr performant, da Webassembly zum Einsatz kommt.

Genau in diesem Einsatz von Webassembly liegt aus meiner Sicht aber auch der größte Kritikpunkt am ganzen Projekt.

Sicher, Performance ist wichtig und eine tolle Sache, aber Webassembly ist technologisch gesehen und für den Endanwender ein extrem großer Rückschritt. Aktuell wird das Internet von Javascript, HTML5, CSS und anderen offenen Technologien und Standards dominiert, die jeder einsehen und nutzen kann. Die meisten dieser Technologien sind für jeden nutzbar und sehr transparent. Ich kann meinen Debugger im Browser öffnen und sehen was passiert.

Früher war das anders. Technologien wie Java im Browser, Flash, Silverlight und ähnliche haben alle den Ansatz verfolgt den Quellcode in ein spezielles Format (sogenannten Bytecode) umzuwandeln, welches für den Endnutzer nicht mehr einsehbar ist. Dadurch sollte sich die Performance verbessern und insbesondere Firmen profitierten von verschiedenen Möglichkeiten, ihre Inhalte teilweise zu schützen (Stichwort: DRM).

Für den Endanwender resultierte der Einsatz dieser Technologien in vielen Problemen. Flash oder Java haben über Jahre hinweg mit katastrophalen Sicherheitslücken das Internet für alle Benutzer unsicherer gemacht. Silverlight hat sich in der Verbreitung nie so weit durchsetzen können, dass es als Angriffsziel überhaupt interessant genug wurde. Dies ist einer der Gründe, warum dieses Konzept von speziellen nicht offenen Webformaten komplett gescheitert ist. Dazu kommen viele Kompatibilitätsprobleme und weitere.

Webassembly geht jetzt wieder genau diesen weg. Auch wenn es große Firmen wie Google, Apple und Microsoft im Rücken hat, ist es für alle Endanwender ein großer Rückschritt und es bleibt nur zu hoffen das es wie alle seine Vorgänger scheitern wird.

EOS hätte hier auf offene Formate setzen sollen, auch wenn dies sicher eine größere Herausforderung gewesen wäre.

Das EOS Token

Das EOS Token ist ein ERC-20 Token welches auf der Ethereum Blockchain basiert und es gibt insgesamt 1 Milliarde Token, die vorberechnet sind. Interessant an den Token ist, dass im Kaufvertrag praktisch steht: Der Käufer hat keinerlei Ansprüche oder Rechte und die EOS Token haben keinen Nutzen oder Funktionen.
Was diese Token aber trotzdem für Investoren interessant macht, ist die besondere Token Verteilung und das Besitzer von EOS Token später die EOS Server Ressourcen für ihre verteilten Anwendungen nutzen können. Dazu müssen keine Token bezahlt werden, sondern es reicht aus, diese lediglich zu besitzen. Wer also eine verteilte EOS-Anwendung starten will, benötigt abhängig von seinen benötigten Server-Ressourcen entsprechend viele Token in seiner Wallet.
Außerdem erhalten EOS-Token Besitzer Anteile an neuen Kryptoprojekten, die auf der EOS-Blockchain gestartet werden.

Diese beiden Punkte machen EOS für Investoren extrem interessant.

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EOS Tokenverteilung

Die EOS Tokenverteilung ist sehr besonders. Zunächst wurden 20% der Token innerhalb der ersten 5 Tage verkauft. 70% der Token (700.000.000) werden seit dem 26.6.2017 in 341 23 Stunden Zeitperioden verteilt. Jeder kann innerhalb eines dieser 23-Stunden-Abschnitte auf EOS Token bieten und die höchstbietenden erhalten welche. Das funktioniert soweit auch ganz gut. Die fehlenden 10% der Token sind dann noch für das Team reserviert.

Einzigartig an der Tokenverteilung ist, das diese ab dem 18.06.2018 um 23 Uhr UTC nicht mehr transferierbar sind. Bis dahin können die Token also gekauft und gehandelt werden und ab dann nur noch besessen werden. Spannend ist, dass EOS eine Art Leasing Modell für die Token ab diesem Datum implementiert hat. Das bedeutet, dass jemand der Serverressourcen benötigt, diese bei einem EOS-Token Besitzer gegen eine regelmäßige Gebühr „leasen“ kann. Wenn das Konzept von EOS also aufgeht, wird dies eine interessante Möglichkeit ein passives Einkommen zu generieren. Außerdem ist vor diesem Zeitpunkt eine große Marktbewegung zu erwarten.

Prognose der Kursentwicklung für EOS

Wir rechnen aufgrund der Deadline für die Transfers von EOS mit großen Marktbewegungen, welche sich hervorragend zur Spekulation für Daytrader von Kryptowährungen oder kurzfristige Investoren eignet.

Auch für langfristige Investoren ist EOS sehr interessant aufgrund der passiven Renditechancen die sich aus dem verleihen der Token ergeben. Das hängt aber stark davon ab, ob EOS sich durchsetzen wird. Dazu ist der Kritikpunkt von oben zu beachten.
Faktisch haben die meisten Endanwender oder Kryptoinvestoren wohl nicht das technische Verständnis, und sehen nur die großen Firmen und Gelder die hinter dem Projekt stecken. Deshalb erwarten wir auch langfristig zunächst einen Anstieg und sind mit einer kleineren Summe investiert. Ich rate jedoch davon ab, zu groß in EOS zu investieren.

EOS Token kaufen

EOS-Token können auf nahezu allen großen Börsen derzeit gekauft und gehandelt werden. Dies ist einfacher als direkt an der Token-Verteilung teilzunehmen. EOS Token können nur noch bis zum 18.06.2018 gekauft und transferiert werden. Danach ist kein Kauf oder Verkauf von EOS-Token mehr möglich!
Die einfachste Kaufmöglichkeit derzeit ist Binance. Vorher benötigt ihr Ethereum oder eine andere Kryptowährung, welche ihr am einfachsten über coinbase oder anycoin kaufen könnt.

EOS Minen

Die EOS-Token sind alle vorberechnet und können nicht übers Mining berechnet werden.

EOS Wallet

Da EOS ein ERC-20 Token ist, kann EOS in jeder Ethereum kompatiblen Wallet gespeichert werden. Wir empfehlen euch meist myetherwallet.com oder aber noch besser eine Hardware Wallet wie den Ledger Nano S.

Wichtig zur Wallet ist noch, ihr könnt den Public Key eurer EOS Wallet bei EOS registrieren. Dadurch werdet ihr in einer Art Datenbank aufgenommen. Immer wenn dann neue Projekte auf der EOS-Blockchain starten, z.B. eine neue Kryptowährung, erhaltet ihr entsprechende Token in eure Wallet.

Fazit zu EOS

EOS ist ein extrem spannendes Projekt und hat von der Idee her das Potential ein wichtiger Meilenstein in der Blockchain Geschichte zu werden. Wir sind daher auch mit einer kleinen Summe investiert.
Der Kritikpunkt mit dem Webassembly ist jedoch ernst zu nehmen und kann verhindern, dass EOS sich durchsetzen wird, wenn es bei diesem Format bleibt.
Für Investoren ergeben sich zwei wichtige Handelschancen:

1. Insbesondere bis zum 18.06.2018 solltet ihr EOS im Auge behalten. Es eignet sich aufgrund der festen Deadline optimal zur Spekulation für Daytrader von Kryptowährungen und alle, die an kurzfristigen Gewinnen interessiert sind.

2. Auch für langfristige Investoren ist EOS aufgrund der Verleih-Funktion für EOS-Token eine interessante Möglichkeit, langfristig passive Renditen zu erwirtschaften.

By |2018-04-22T10:05:12+00:00April 22nd, 2018|Cryptowährungen|Kommentare deaktiviert für EOS – dezentrale skalierbare Blockchain Infrastruktur für alle